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Diagnostik, Klassifikation
Diagnostik: Verfahren zur Erfassung psychischer Symptome und deren
Zusammenfassung zu Diagnosen
Klassifikation: Systematische Einordnung psychischer Störungen in
Kategorien (z. B. DSM-5, ICD-11)
Ätiologie
Erforschung und Erklärung der Ursachen, Bedingungen und
Entstehungsmechanismen von psychischen Störungen
Epidemiologie
Wissenschaft, die sich mit der Häufigkeit, Verteilung und Ursachen von
Krankheiten in einer Bevölkerung befasst
Lebenszeitprävalenz
Risiko im Verlauf des Lebens an einer Krankheit zu erkranken
,Klinische Psychologie (nach Baumann&Perrez)
„Klinische Psychologie beschäftigt sich mit der Beschreibung, Klassifikation,
Erklärung und Behandlung psychischer Störungen sowie mit Fragen der
Prävention und Rehabilitation."
Is the global prevalence rate of adult mental illness increasing? Systematic review and
meta-analysis
Studie darüber, wie hoch das Risiko ist, im Verlauf des Lebens an einer
Angststörung zu erkranken(=Lebenszeitprävalenz), diese liegt bei 25%!
Maternal suicidality and risk of suicidality in offspring, findings from a community
study
Studie darüber ob Kinder, deren Mütter Suizidgedanken/Versuche hatten mehr
Risiko für Suizidgedanken/versuche haben; ab Alter von 11-vortlaufend steigt
das Risiko bei Kindern, deren Mütter vorbelastet waren
Statistische Norm, Subjektive Norm, Funktionsnorm,
Soziale Norm
Statistische Norm: Normalität über Häufigkeit (Normalverteilung)
Subjektive Norm: eigenes Empfinden/Leidensdruck
Funktionsnorm: Fähigkeit zur Erfüllung von Alltagsanforderungen
Soziale Norm: Anpassung an gesellschaftliche Regeln
,Definition von psychischen Störungen nach Wittchen & Hoyer
Psychische Störungen sind ein klinisch bedeutsames Verhaltens- oder
psychisches Syndrom oder Muster, welches bei einer Person auftritt und das
mit Leiden und/oder Beeinträchtigung einhergeht. Veränderungen psychischer
Funktionen (Verhalten, Denken, Wahrnehmung, Fühlen). Nicht Bestandteil der
Definition sind Ursachen/Ätiologie, ausser wenn die Störung klar auf
Substanzen oder körperliche Erkrankungen zurückzuführen ist
Definition von Gesundheit nach WHO
Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen
Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheiten oder Gebrechen
Was ist Gesundheit aus Webster’s Dictionary (1985)
Körperliches und geistiges Wohlbefinden; Unversehrtheit; Freiheit von Defekt,
Schmerz oder Krankheit; Normalität körperlicher oder geistiger Funktionen
Angststörung nach Kagan
«Wenn sie dich unglücklich macht und verhindert, dass du tun kannst, was du
willst»
, Was ist Gesundheit, die Normtypen zur Annäherung an eine Definition von Baumann &
Perrez
Statistische Norm
- Normal = was häufig vorkommt
- Krank ist, was von der Häufigkeitsverteilung/Normalverteilung abweicht
und selten vorkommt
Subjektive Norm
- Krank ist, was Leidensdruck verursacht
- Entscheidend für Hilfesuchverhalten
Funktionsnorm
- Krankheit = Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit
- Bei psychischen Störungen: Einschränkungen im sozialen, beruflichen oder
familiären Bereich
- Somatische Erkrankungen: z.B. Organfunktionsstörungen, motorische
Störungen
Soziale Norm
- Abweichung von gesellschaftlichen Konventionen oder kulturellen Regeln
Wann wird Angst zur Störung?
- Ohne reale Bedrohung
- Übermäßig stark, unverhältnismäßig
- Nicht kontrollierbar oder schwer auszuhalten
- Führt zu Vermeidung und Einschränkungen
- Verursacht Leiden und Beeinträchtigung in wichtigen Lebensbereichen